Die Unfruchtbarkeit von Paaren liegt in Mitteleuropa bei 15 Prozent. In 45 Prozent der Fälle liegen die Gründe dazu bei der Frau. Eine Lösung bietet die Eizellenspende.

Definition der Eizellenspende

Die Eizellenspende ist eine Methode der Reproduktions-Medizin, um Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Experten bezeichnen sie als allogene Eizellen-Transplantation. Für den Erfolg einer Eizellenspende ist eine intakte Gebärmutter Voraussetzung.

Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit und für die Inanspruchnahme einer Eizellenspende

Eine Eizellenspende kommt bei folgenden Situationen in Betracht:

  • nach operativer Entfernung der Eierstöcke,
  • nach der Behandlung einer bösartigen Erkrankung,
  • bei vorzeitigem Nachlassen der Eierstock-Funktion (vorzeitige Wechseljahre = prämature Menopause),
  • nach Bestrahlung des kleinen Beckens im Rahmen einer Chemotherapie,
  • wenn bei der Frau nach dem Transfer „schöner Embryonen“ mehrfach keine Schwangerschaft vorliegt,
  • in dem Fall, dass wiederholt die Embryonen im Rahmen der IVF / ICSI einen pathologischen Befund aufweisen.

Was passiert bei einer Eizellenspende?

Die Eizellenspende benötigt zwei Frauen. Eine von ihnen ist die Spenderin, eine andere die Empfängerin.

Die Spenderin

Die Spenderin ist unter guten Voraussetzungen zwingend mindestens 18 aber bestenfalls unter 32 Jahre alt und gesund. Sie handelt in den Ländern Spanien, Polen und Tschechien anonym. Stets erfolgt die Spende freiwillig und in geistig und körperlich einwandfreiem Zustand. In einigen Ländern erwartet die Spenderin kein Honorar oder lediglich eine geringe Entschädigung. Die Anforderungen an eine Spenderin variieren in den einzelnen Staaten.

Die spendende Frau durchläuft, um die Eizellen-Produktion zu verstärken, zunächst eine medikamentöse IVF-Behandlung. Unter Narkose entnimmt der Arzt anschließend die reifen Eizellen den Eierstöcken der Spenderin.

Die Empfängerin

Die Empfängerin der Eizellen greift, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen, auf die Eizellen der Spenderin zurück. Die Befruchtung derselben erfolgt mit gespendeten Spermien oder mit denen des Lebenspartners beziehungsweise Ehemannes der Empfängerin. Im weiteren Verlauf entwickeln sich Embryonen. Ein oder zwei von Ihnen transferiert der Arzt in die vorbereitete Gebärmutter der Frau mit Kinderwunsch. Die Empfängerin benötigt solange Wachstums-Hormone, bis die Plazenta diese ausreichend selbst produziert. Der weitere Schwangerschaftsverlauf unterscheidet sich nicht von anderen, bei denen keine Eizellenspende stattfand.

Die rechtliche Situation zur Eizellenspende

Die Eizellenspende (Eizellspende) ist in Deutschland, Italien und in Österreich sowie der Schweiz illegal. Erlaubt ist sie in:

  • Frankreich,
  • Niederlande
  • Spanien,
  • Großbritannien,
  • Belgien und
  • Tschechien.

Diese Liste ist unvollständig. Weitere Infos rund um das Thema Eizellspende finden Sie auch auf ivi-fertility.com.

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